Albert Pürgstaller: Vom Saulus zum Paulus

Bürgerforum zum Hofburggarten Brixen, Forum Brixen, 27. März 2019, 20.00 bis 22.45 Uhr; veranstaltet von der Initiativgruppe für einen Offenen Hofburggarten: Stellungnahme von Albert Pürgstaller, Bürgermeister der Gemeinde Brixen 2005 bis 2015.

Albert Pürgstaller
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Nachdem vorher die Gemeindeverwaltung, die letzte Gemeindeverwaltung, angesprochen wurde, möchte ich hier ganz einfach dazu Stellung nehmen:
Erstens, wenn mit diesem Projekt jetzt versucht wird, einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten, der sich vom Projekt freilich abhebt, so wird ganz klar das Ziel verfolgt, mehr Touristen nach Brixen zu bringen.

Das Ziel wurde von der Tourismusverwaltung und von der Unternehmerschaft ganz klar formuliert: Es sollten mehr Leute in den Sonnentagen nach Brixen gebracht werden und das müssen wir wissen denn wir dürfen uns nichts vormachen, dass wir mit der neuen Lösung Heller einen Ort der Muße, einen Ort der Ruhe finden werden, sondern es werden Leute nach Brixen kommen werden, dessen müssen wir uns gewärtig sein.

Wenn wir das wollen, dann müssen wir das Projekt weiterverfolgen, wollen wir aber mehr Ruhe, wollen wir diese Beschaulichkeit haben, die es in Brixen sicherlich auch braucht, dann soll das andere Projekt weiterverwirklicht werden.

Und was die Kosten anlangt, hier werfen die neuen Vertreter der Gemeindeverwaltung mit Zahlen herum: Es war ein erster Vorschlag, Herr Siller, mit den 6 Millionen, die wurden eingekürzt – wieso – weil die Landesverwaltung damals gesagt hat, wir brauchen keinen zusätzlichen Eventgarten mehr. Sondern, wenn Ihr das machen wollt, müsst Ihr das auf die eigene Reihe bringen.

Jetzt ist auf einmal der Geldsegen wieder im Lande ausgebrochen, jetzt ist auf einmal das große Geld da und da verstehe ich auch unsere Vertreter der Landesregierung nicht, muss ich ganz klar sagen. Wenn es ein absolutes Muss ist, soll es recht sein, aber wir sollen uns nicht gegenseitig etwas vormachen.

Und was die Kosten anbelangt. Hier wurde von 8 bis 10 Millionen von Heller gesprochen. Auch diese Kosten hätte ich gerne gleich aufgeschlüsselt, wie wir sie beim anderen Projekt aufgeschlüsselt haben. Bis heute habe ich keine Kostenaufstellung gesehen.
Wir haben noch nicht gehört, was die Kosten für die Sanierung genau sind. Wir haben nichts gehört, ob letztendlich die Gemeindeverwaltung alle Kosten direkt übernimmt oder ob sie verdeckt, teilweise durch die Tourismusorganisationen und andere, dann beglichen werden.
Hier ersuche ich um Transparenz, dann soll die Bevölkerung gleichwertig über diese beide Projekte abstimmen.

Ich persönlich muss ganz klar sagen, ich bin vom Saulus zum Paulus bekehrt worden. Ich bin der Auffassung, dass dieses Projekt für Brixen, das von ‚freilich‘ erarbeitet wurde, sehr wohl das Potenzial hat, einerseits für die Brixnerinnen und Brixner eine gewünschte Lösung zu bringen, aber andererseits auch den Touristen diesen Ort letztendlich näher zu bringen und damit für Brixen Identität zu bilden.

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