Weitere Wortmeldungen für das Bürgerforum

Beim Bürgerforum konnten Teilnehmer  Ihre Fragen und Meinungen äußern. Wir werden in loser Folge einige nicht gestellte Fragen bringen und möchten die Bevölkerung motivieren, sie Ihrem Gemeinderat, Stadtrat oder Ansprechpartner der Diözese zu stellen.

Der Bürgermeister Peter Brunner besteht auf die demokratische Legitimation des Heller-Gartens, weil am 14.12.2017 der Gemeinderat (26 von 27 anwesend) ohne Gegenstimmen das neue Konzept für die öffentliche Nutzung des Hofburggartens beschlossen hat.

Das ist ein eindeutiges Votum. Dennoch darf man fragen, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist und ob den Gemeinderäten die Tragweite der Entscheidung bewusst war.

Mitte 2017 kamen die ersten Meldungen in den Medien, dass André Heller den Hofburggarten in Brixen gestalten soll. Erst später wird klar werden, dass zu diesem Zeitpunkt ein Auftrag an Heller erging. Erst am 25. November 2017 konnten die meisten Stadträte und einige Gemeinderäte zum ersten Mal das Exposé von Heller sehen, insgesamt ca. 45 Teilnehmer darunter der Bischof mit anderen Führungskräften der Diözese, der Landeshauptmann, Landesräte, Landtagsabgeordnete, BM Brunner und außerdem Interessenvertreter. 2 Tage vor der Gemeinderatssitzung am 14.12.2017 gab es eine weitere Vorstellung im Regensburgsaal (max. 150 Personen) mit geladenen Gästen und anderen, welche sich jedoch anmelden mussten. Eine offene Information im größerem Rahmen, damit auch die Bevölkerung vom Hellergarten erfährt und die Gemeinderäte von den Wünschen der Bevölkerung erfahren, war wohl nicht erwünscht.

Unser Gemeinderat sah ein Exposé, wurde vom Künstler mit vielen Bildern und Visionen aber ohne konkrete Zahlen informiert, von positiven Stellungnahmen des Bischofs, des Landeshauptmanns in den Medien begleitet und entschied sich für das Exposé ohne sich um die weiteren Konsequenzen zu kümmern:

  • Die Ausschreibung mit einem internationalen Wettbewerb hatte einen eindeutigem Wettbewerbssieger (21.12.2012), die erheblichen Kosten wurden damit umsonst ausgegeben.
  • Der Wettbewerbssieger (2012) hängt in der Luft. Immer noch (Stand 27.03.2019)
  • Der ganze partizipative Prozess, der über die Ausschreibung zum Siegerprojekt geführt hat, wird ignoriert. Unnütze Kosten auf der Verwaltungsseite und Frust, Unverständnis und Zorn bei den vielen Teilnehmern angesichts der Haltung und deren Begründung der Gemeindeverwaltung.

Wer im Beschluss nach konkreten Gründen gegen das Siegerprojekt Freilich sucht, sucht vergeblich. Deshalb sind einige Fragen an die Stadt- und Gemeinderäte berechtigt:

  • Das Siegerprojekt wurde öffentlich vorgestellt und blieb im Forum längere Zeit ausgestellt. Wer von den Gemeinderäten hat sich das Siegerprojekt 2012 angesehen oder sich 2017 über das Projekt informiert, bevor er/sie zu Gunsten vom vagen Heller-Exposé abgestimmt hat?
  • Wie kann man als Stadtrat (Brunner, Bacher) 2015 einstimmig das reduzierte Raumprogramm und das Vorprojekt von Freilich mit einem Kostenvoranschlag von rund 2,5 Millionen genehmigen und anschließend das Projekt liegen lassen, um dann 2017 mit der Begründung „Freilich hat uns nicht überzeugt“ von Heller einen Schaugarten, eine vierfach teurere touristische Attraktion planen zu lassen?

 

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