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Hofburggarten Brixen: Fünf Landtagskandidaten diskutieren vor 100 Brixnerinnen und Brixnern über künftige Nutzung und Gestaltung.

„Dor Andrè Heller isch super. 
Obor net in Brixen. Mir houbm schun: Dom, Pfarre, Lauben, Kreuzgang, Hofburg, Herrengortn, schiane Gitschn, guates Essn und, und, und. 
Mir brauchn koan Heller um Brixen no schianor zu mochn.“
Markus „Doggi“ Dorfmann

 

Der Hofburggarten bleibt ein Dauerbrenner in der öffentlichen Diskussion Brixens, weit über Stadt und Gemeinde hinaus. Im dicht besetzten Saal Regensburg im Forum Brixen diskutierten gestern Abend die Brixner Landtagskandidaten Magdalena Amhof (SVP), Walter Blaas (Freiheitliche), Markus Frei (Grüne), Renate Prader (Partito Democratico) und Judith Steinmair (Team Köllensperger), die für den verhinderten Nicolas Monese eingesprungen war. Die vom Verein heimat BBP und der Initiativgruppe für einen Offenen Hofburggarten veranstaltete, von Robert Hochgruber moderierte Debatte kreiste um drei Fragen:

  • Wie stehen die Kandidaten zu einer niederschwelligen Lösung ohne Eintritt, wie von der Initiativgruppe vorgeschlagen und von Barbara Fuchs eingangs vorgestellt?

  • Wie zu den rund 4400 Unterschriften, die für dieses Anliegen gesammelt wurden?

  • Wie sollte es künftig mit dem Hofburggarten weiter gehen?

Dass die Debatte kontrovers verlief, war im Vorfeld absehbar: Magdalena Amhof und Renate Prader plädierten für eine bürgerfreundliche Umsetzung des Heller-Konzepts mit ermäßigtem Zutritt, während Walter Blaas bedauerte, dass sein alter Vorschlag einer grundsätzlichen Schließung nicht aufgegriffen worden sei.
Markus Frei warb entschieden für einen Offenen Bürgergarten von großer sozialräumlicher Ausstrahlung. Judith Steinmair äußerte aus Brunecker Sicht Skepsis gegen überteuerte Projekte und bezeichnete Heller mehr als Performer denn als Gartengestalter.
Die vielen Stellungnahmen der rund 100 Anwesenden zeigten eine erstaunlich einhellige Zielrichtung: Viele sorgten sich über eine touristische Übernutzung Brixens, die mit einer Attraktion wie dem Heller-Garten weiter wachse.
Ein Offener Bürgergarten auf Basis des Wettbewerbsergebnisses von 2015 sei eine wichtige Chance für eine von Verbauung und Verkehr zunehmend belastete Stadt, zugleich ein Beitrag zur Lebensqualität der Bürgerschaft und zur Revitalisierung des Stadtkerns. Nach 10 Jahren sei eine Lösung für den herunter gewirtschafteten Garten dringlich; auch der Stellenwert der Denkmalpflege weiter hochzuschätzen.
Die anwesenden Mehrheitsvertreterinnen am Podium äußerten Dialogbereitschaft ebenso wie die SVP-Vertreter im Saal und verwahrten sich gegen Frontalangriffe und Unterstellung böser Absichten. Die Debatte bewies neben nachdenklichen Positionen auch deutlich verhärtete Fronten, die sich aber durch größere Transparenz und neue Dialogformen öffnen ließen. 
Eines ist gewiss: Der Hofburggarten wird Brixen auch weit über den 21. Oktober hinaus beschäftigen, wie heimat BBP-Vorstand Walter Kircher in seinem Schlusswort fest hielt.

Für die Initiativgruppe Offener Hofburggarten:
Attilio Alaimo, Alexandra Angerer, Maria Paola Asson, Hermann Barbieri, Paolo Cattoi, Elisabeth Dander, Hans Eichbichler, Susanne Elsen, Gianluigi Ferrari, Magdalena Fischnaller, Sibylle Franzinelli, Barbara Fuchs, Elias Gamper, 
Michael Gasser, Marlies Gasser Vontavon, Mathilde Grünfelder, Hans Heiss, Anna Heiss, Andreas G. Hempel, Elisabeth Hofer, Hans Hofer, Beatrix Kerer, Clara Kerschbaumer Barbieri, Walter Kircher, Hans Knapp, Franz Linter, Thomas Mahlknecht, Annelies Meßner, Franz Meßner, Simon Meßner, Lukas Meßner, Franz Ploner, Eva Prader, Liliana Prandini, Sandra Rafreider, Paolo Renner, Benno Röggla, Helene Seppi, Martina Stanek, Maria Stockner, Konrad Stockner, Katharina von Unterrichter, Klaus Vontavon, Roman Zanon

Brixen, 10. 10. 2018

Fotos: © Privat

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